"MogLi"-
Mobilität auf ganzer Linie

Posterpräsentation bei Kongress in Dortmund/ Gelsenkirchen


Bei der 30. Konferenz der Lehrenden der Geistigbehindertenpädagogik an wissenschaftlichen Hochschulen in deutschsprachigen Ländern (KLGH) in Dortmund/ Gelsenkirchen ist das Forschungsprojekt "MogLi- Mobilität auf ganzer Linie" in Form einer Posterpräsentation vorgestellt worden.

Das Poster können Sie sich hier ansehen.

04.06.2008

Eine gelbe Ente auf dem Bus hilft


Foto der Projektpartner vor einem Bulli der Vechtetalschule
Mit dem Projekt „MogLi-Mobilität auf ganzer Linie“ soll Schülern und Schülerinnen mit geistiger Behinderung der Busverkehr ermöglicht werden. Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen alleine zur Schule fahren können und auch in ihrer Freizeit den Bus nutzen können.

Denn in einer mobilen Gesellschaft ist Mobilität Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Während des Forschungsprojektes entwickeln Prof. Meindert Haveman und Dipl.Päd. Vera Tillmann aus der Fakultät Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund ein Trainingskonzept, damit die Kinder und Jugendlichen verkehrsspezifische Kompetenz entwickeln, um überhaupt selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Parallel dazu werden technische, bauliche und soziale Barrieren bestmöglich abgebaut. Kooperationspartner bei dem Projekt sind die Vechtetal-Schule in Nordhorn, der Fachbereich Geistigbehindertenpädagogik der JLU Gießen und der Fachbereich Verkehrstechnik der TU München sowie die Stabstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Bad Bentheim. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert das Projekt. Auf welche Barrieren stoßen Schüler und Schülerinnen mit geistiger Behinderung? „Viele können nicht lesen, also können sie auch keinen Fahrplan oder die Beschriftung am Bus lesen und wissen nicht, welchen sie nehmen müssen“, erklärt Vera Tillmann. „Es würde beispielsweise helfen, wenn ein Bus ein bestimmtes Symbol trägt. Piktogramme gehören zu unserem Lösungsansatz.“ So kann ein Kind mit geistiger Behinderung sich merken, dass etwa der Bus mit einer gelben Ente in der Anzeigentafel zur Schule fährt. Andere Hindernisse können heimliche Anziehungspunkte, wie Kioske oder Tiere sein. Denn diese können die Schüler und Schülerinnen ablenken und so verpassen sie, in einen Bus einzusteigen. Während des Projektes werden auch Reisewegbegleiter eingesetzt, die u.a. in Konfliktsituationen einschreiten können. Zusätzlich stellen sie einen Sicherheitsfaktor für die Kinder und Jugendlichen dar. Es werden auch Schulungen für Busfahrer entworfen und umgesetzt, so dass diese lernen, mit Menschen mit geistiger Behinderung umzugehen. Im Rahmen des Projektes werden auch Lehrer und Eltern geschult und begleitet. Das Programm ist im Juni 2007 gestartet. Die Ergebnisse sollen später auch bundesweit eingesetzt werden.

Quelle: "Technische Universität Dortmund: UniZet (Campuszeitschrift). Januar 2008"
15.01.2008


Forschungsvorhaben hat einen neuen Namen


„MogLi“ – Mobilität auf ganzer Linie lautet ab sofort der Name des Forschungsvorhabens „Barrierefreier Schülerverkehr“, das derzeit im Landkreis durchgeführt wird. Der Landkreis Grafschaft Bentheim hatte, zusammen mit der Nordhorner Vechtetal-Schule, zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen, um für das Projekt einen griffigen, unverwechselbaren Namen zu kreieren. Gelungen ist dies Ina Heidzig aus Bad Bentheim, die vor einigen Tagen als kleinen Dank Blumen und einen Geldpreis von René Borchard, Schüler der Vechtetal Schule, in Empfang nehmen konnte. Der Begriff MogLi verbindet die Inhalte des Forschungsprojektes mit der Figur des Mogli aus dem „Dschungelbuch“, einem Kind, dass sich selbst zurecht finden muss, Freunde gefunden und große Unterstützung erfahren hat.

Quelle:"http://grafschaft-bentheim.de/content.php?item=1&action=details&id=755&page=0&"
27.11.2007

Das Projekt "MogLi" wird gefördert durch das